03.04.2009

Klinikum der Stadt Soest: Banken finanzieren Ausbau auch ohne Bürgschaft

Das städtische Klinikum Stadt Soest wird bis zum Jahr 2012 umfassend saniert und ausgebaut. Stützten sich die Pläne bislang auf entsprechende Zusagen der Kommune, konnte nun eine Finanzierung der Vorhaben aus eigener Kraft erreicht werden.

Die Bank für Sozialwirtschaft Köln und NRW-Bank Düsseldorf stellen nach intensiver Prüfung der durch die Leitung des Klinikums sowie die Unternehmensberatung Deloitte vorgelegten Zahlen und Geschäftspläne 40 Millionen Euro zur Verfügung. Einer Bürgschaft durch die Stadt Soest bedarf es dafür nicht mehr.

Das Klinikum erreichte in den vergangenen Jahren eine Steigerung der Patientenzahlen um 30%, die daraus resultierenden positiven wirtschaftlichen Ergebnisse und nachvollziehbare Prognosen zukünftiger Entwicklungen reichten den Banken aus, auf eine zusätzliche Belastung der Kommune zu verzichten.
„Kommunalpolitiker in anderen Städten plagen sich damit, ihre Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen oder gar schließen zu müssen“, so Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, „und wir blicken stolz auf das Projekt 2012: Ein hochmodernes Krankenhaus in kommunaler Hand“. Ruthemeyer erklärte weiter, dass er erleichtert sei, keine Kommunalbürgschaft in voller Höhe leisten zu müssen. „Wir sollten uns seitens der Stadt aber nicht völlig aus dem Engagement zurückziehen – und sei es, um die Zinsbelastungen für das Klinikum zu reduzieren.“
Mit den Umbaumaßnahmen entstehen für die Patientinnen und Patienten des Klinikums kom¬fortable und freundliche Räumlichkeiten. Untersuchungs- und Behandlungseinrichtungen werden in den Neubauten so angeordnet sein, dass für Patienten lange Wege und Wartezeiten entfallen und für das Personal reibungslose Arbeitsabläufe sichergestellt sind.
Im neu errichteten onkologischen Zentrum wird ein „Cyberknife“ installiert, ein robotergestütztes Gerät zur Behandlung krebskranker Patienten. Bislang wird diese Therapie bundesweit nur in München angeboten.
„Die Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre sind mit harten Auswirkungen für deutsche Krankenhäuser verbunden. Es war und ist erklärter Wille der deutschen Gesundheitspolitik, sowohl den Wettbewerb wie auch die Kooperation im Gesundheitswesen zu fördern“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums Oliver Lehnert. „Dafür müssen wir zukunftsfähig sein. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln können wir uns auf lange Sicht als leistungsfähiger Gesund¬heitsanbieter aufstellen.“ Lehnert betont, dass alle Maßnahmen der Umstrukturierung auch darauf abzielen, zukünftig das Zusammenspiel von stationärer und ambulanter Versorgung der Patienten zu deren Wohl zu verbessern.
Mit einem „Vitalcenter“ werden die Angebote für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation im Klinikum Soest schon im Mai 2009 deutlich erweitert. Unter sportmedizinischer Anleitung können hier auch gesunde Bürgerinnen und Bürger mit modernen Trainingsgeräten viel dafür tun, ihre Gesundheit zu erhalten. Dazu Oliver Lehnert: „Prävention ist ein großes Zukunftsthema. Die Verhinderung von Krankheiten ist die wirtschaftlichste und angenehmste Gesundheitsversorgung. Mit einem modernen Vitalcenter und vielen weiteren Angeboten rund um das Thema Gesund¬heit sind wir mit dem ‚Projekt 2012‘ auf dem Weg vom Krankenhaus zum umfassenden Gesundheitspark.“

Klinikum Stadt Soest gGmbH, Senator-Schwartz-Ring 8, 59494 Soest Ansprechpartner:  Dipl.-Kfm. Oliver Lehnert | Tel. 02921 90 1201 Mail: lehnert@klinikumstadtsoest.de


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2. Grundkurs Flap-Lab

29.06.2012 | 9:00 h
Seminarraum 106
Praktischer Grundkurs zur Erlernung von Basistechniken der lokalen Lappenplastiken zur Defektdeckung. Der Kurs ist konzipiert für alle Assistenzärzte in der Weiterbildung zum Facharzt in einem chirurgischen Fach (Common Trunk).
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